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So war der erste Kulturausflug mit Jugendlichen, deren Geschwister oder Eltern eine Behinderung oder Erkrankung haben.

AuFTAKT, KennenLERNEN Und THEATeRBESUCH

Am Samstag, den 21.01 hatten wir in der Reihe „Kulturausflüge – Türen zur Kunst, Kultur und Kreativität“ die erste Veranstaltung. Der Plan für diesen Nachmittag war das gegenseitige Kennenlernen und ein Theaterbesuch am Abend. Besprochen haben wir außerdem, warum es ein Projektangebot gibt, das sich speziell an Jugendliche richtet, deren Geschwister oder Eltern eine Behinderung bzw. chronische Erkrankung haben.

 

Einige der Jugendlichen waren anfänglich skeptisch, weil sie nicht so richtig wussten, was auf sie zukommt. Nach den ersten spielerischen Aktionen wurde alles schon lockerer. Noch entspannter ist es geworden, als wir die geplanten Aktivitäten vorgestellt haben und alle merkten, dass es vor allem darum geht, gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen und Spaß zu haben. Und den werden wir in den nächsten Monaten haben beim Hip Hop Tanzen, bei der Gestaltung von T-Shirts, im Rap Ferien Workshop, im Filmmuseum, beim Skateboard-Workshop, in der DJ Akademie, beim Break Dance und bei vielem mehr.

 

Der erste Kulturausflug hat uns am Abend ins Grips Theater geführt. Es war ein anspruchsvolles Stück, in dem es u.a. um die Frage geht, wie es dazu kommen kann, dass Jugendliche nach Syrien gehen, um einen brutalen, selbst ernannten Kalifen auf einem Vernichtungsfeldzug zu unterstützen. Es gab eine theaterpädagogische Vorbereitung, bei der wir uns ausgetauscht haben über Angst, Frieden, Diskriminierung und unerfüllte Sehnsüchte ...

 

 

Beim ersten Treffen haben wir uns kennengelernt. Ich war vorher aufgeregt, wie es werden würde, aber es war cool. Wir haben Spiele für Jugendliche gespielt, Pizza gegessen und über Theater geredet. Abends waren wir im Grips Theater. Da haben wir das Theaterstück Inside IS gesehen. Das Stück war cool und hat mich nachdenklich gemacht.  (Serhat, 14 Jahre)

Für mich war das erste Treffen schön, aber am Anfang hatte ich keine Lust. Mit der Zeit hat es dann doch Spaß gemacht. Ich habe mich auch gut mit den anderen verstanden.  (Özge 14 Jahre) 


Abschließend soll noch erwähnt werden, dass Mert - einer von den etwas jüngeren Geschwisterkindern - ebenfalls am 21.01 mit der ehrenamtlichen Freizeitpatin Selcan in einem anderen Theaterstück war. Die beiden hatten einen ganz wunderbaren Nachmittag. 

 

DANKE ...

... an Selcan und an die anderen beiden Freizeitpatinnen Lea und Miriam, die am Samstag mit dazu beigetragen, dass sich alle wohlgefühlt haben.

 

Ein ganz besonderes Dankeschön geht an meine Kollegin Kivilcim Simsek (Projektleitung: Eine Brücke ins Hilfesystem), die sich und ihr Auto zur Verfügung gestellt hat, um am Abend alle Jugendlichen sicher nach Hause zu bringen.