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So war der IMKL Workshop * Ein verrückter Tag im ver-rückten Haus

Ein verrückter Tag im ver-rückten Haus. So lautete der Titel des inklusiven Workshops, den wir am Sonntag, den 21. Januar im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kreativität kennt keine Grenzen“ besucht haben. Der Tag fing schon verrückt an. Viele der angemeldeten Mütter, Väter, Kinder und Jugendlichen mussten wegen Fieber, Erkältung, Ohrenentzündung odere Unwohlsein kurzfristig absagen. Es hatten sich aber eine Vielzahl von Interessierten angemeldet, sodass wir immer noch eine Gruppe von über 20 Personen waren. Empfangen wurden wir von zwei sehr freundlichen Referentinnen. Sie zeigten den Teilnehmenden das von dem Architekten Daniel Libeskind entworfene neue Museumsgebäude aus dem Fenster vom Glasbau aus. Die Gruppe wurde angehalten zu beschreiben, was ihnen an dem Bau auffiel und was ihnen ungewöhnlich oder ver-rückt vorkam.

Das Museumsgebäude ist ein Zick-Zack-Bau aus Titanzink, unterirdische Achsen, schiefe Wände und unklimatisierte Betonschächte: Mit seinem Entwurf Between the Lines wollte der US-amerikanische Architekt Daniel Libeskind nicht einfach ein Museumsgebäude gestalten, sondern deutsch-jüdische Geschichte erzählen. Viele Elemente wie die Fassade, der Grundriss oder die Verbindung zwischen dem alten und dem neuen Gebäude haben eine Bedeutung. Daniel Libeskind hat sich in vielen Interviews, Vorträgen und eigenen Texten zu seinem Entwurf des Jüdischen Museums Berlin und seinen Ideen geäußert. Dennoch ist ihm wichtig, wie das Gebäude auf den Einzelnen wirkt und wie jeder dieses für sich deutet.

Diese Freiheit ließen die Referentinnen auch den teilnehmenden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Die Gedanken, Sichtweisen, Ideen und Gefühle, die der Libeskindbau bei ihnen auslöste, konnten im kreativen Prozess umgesetzt werden. Denn im Workshop wurden alle selber zu Architekt*innen. Sie entwarfen ihre eigenen Modelle und jedes einzelne Gebäude erzählte seine ganz eigene Geschichte. 

Die Kreativität, der Ideenreichtum, die Schaffensfreude und die Offenheit der teilnehmenden Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen haben die Referentinnen beeindruckt und sie waren voll des Lobes.

Wir wissen schon, dass wir tolle große und kleine Menschen im IMKL Projekt haben und sind trotzdem immer wieder aufs Neue begeistert. Toll, dass Ihr seid, wie Ihr seid.

Vielen Dank für den schönen Nachmittag und gute Besserung an alle, die heute nicht dabei sein konnten.

Bis zum nächsten Mal. Wir freuen uns schon auf Euch. 

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