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So war die inklusive Familienveranstaltung "Bedeutung des Opferfestes in der islamischen Religion"

Die IMKL Reihe „Feierabend am Nachmittag“ hat eine inklusive Familiengruppe gestern ein zweites Mal in die Sehitlik  Moschee geführt. Schon im letzten Jahr sind wir hier von Pinar und Ender Cetin erwartet worden. Damals haben wir etwas über die Bedeutung des Ramadans in der islamischen Religion erfahren. Dieses Mal ging es um alles Wissenswerte rund ums Opferfest. Wieder hatten wir Ender Cetin für einen Vortrag gewinnen können. Die Veranstaltung begann mit einer Führung durch die Moschee. Später versam-melten sich alle im oberen Gebetsraum. Der Vortrag über das Opferfest war so gestaltet, dass die anwesenden Kinder und Jugendlichen (mit und ohne muslimische Hintergründe) ihr Wissen mit einbringen konnten.

Im Wesentlichen war zu erfahren, dass das Opferfest im Islam so wichtig ist wie das Weihnachtsfest im Christentum. Zum Opferfest wird der Prophet Abraham geehrt, der im Vertrauen zu Gott bereit war, seinen geliebten Sohn Ismael zu opfern.  Gott verhinderte im letzten Augenblick dieses Opfer. Aus Dankbarkeit opferte Abraham stattdessen ein Tier. Für gläubige Muslime steht diese Geschichte dafür, dass Allah vollkommen vertraut werden kann. Zur Erinnerung daran führte der Prophet Mohammed während seiner ersten Pilgerfahrt das Opferfest ein. Bis heute reisen dazu jedes Jahr Millionen Muslime nach Mekka. Die Prüfung Abrahams ist nicht nur im Koran, sondern auch in der Bibel und in der Tora überliefert. Der Beginn des Opferfestes wird nach dem Mondkalender berechnet. In diesem Jahr war der erste Tag des Festes der 21. August.

(Der Vortrag war sehr viel umfangreicher. Eine ausführliche Wiedergabe würde aber hier den Rahmen sprengen.)

Viele der anwesenden Erwachsenen waren mit der Geschichte des Opferfestes vertraut. Sie haben den Besuch der IMKL Veranstaltung genutzt, um ihren Kindern mit und ohne Behinderung – in einem anderen Rahmen – die Begegnung mit der Religion möglich zu machen und um sich mit anderen auszutauschen. Bei Tee, mitgebrachten Leckereien und anregenden Gesprächen haben wir den gemeinsamen Sonntagnachmittag im Innenhof der Moschee ausklingen lassen. Es war wie immer inspirierend. 

 

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