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Ehrenamtliche Freizeitpat*innen * Alex (8)

Inklusion mag zurzeit im öffentlichen Diskurs jeglicher Integrationspolitiken ein Modewort sein – für mich bedeutet Inklusion aber nicht nur darüber sprechen sondern schließt auch ein aktives Handeln mit ein! Deshalb habe ich mich auch beim IMKL-Projekt von InterAktiv e.V. als Ehrenamtliche beworben! 

(Alex Karlsson, 25 Jahre) 

Schon seit August 2018 unterstützt Alexandra Karlsson das IMKL Projekt an den Sonntagen bei den Veranstaltungen für die Familien. Das ist für uns ein großes Glück, da viele unserer anderen tollen Unterstützer*innen gerade Pflichtpraktika für ihr Studium absolvieren und deshalb nicht so häufig zur Verfügung stehen können. Wir haben auch mit Alex ein Interview geführt, um etwas mehr über sie zu erfahren und sie auf diesem Blog vorstellen zu können. 

 

Erzähl uns etwas über dich? (Sprachen, Alter, Beruf , Erfahrungen mit Migration usw.?)

Mein Name ist Alex Karlsson und ich bin 25 Jahre alt. Ich hatte das Glück, zweisprachig in einer großen Familie aufzuwachsen. Deshalb spreche ich nicht nur Deutsch, sondern auch Schwedisch fließend. Außerdem habe ich Englisch, Französisch und Spanisch in der Schule gelernt. Momentan studiere ich europäische Ethnologie (Master). In meinem Studium beschäftige ich mich unter anderem mit Migrationsthemen, kritischer Europäisierungsforschung aber auch mit museumsrelevanten Schwerpunkten. Mein Berufsziel ist es, in einem Museum zu arbeiten, dass sich nicht nur mit gesellschaftlich wichtigen Themen auseinandersetzt, sondern auch für Inklusion, Partizipation und vor allem Kommunikation zwischen vielen unterschiedlichen Kulturen und Menschen einsteht. 

 

Gibt es etwas, was Du überhaupt nicht magst oder etwas, was Du sehr magst? (Vorlieben und Abneigungen in jeder Hinsicht)

Ganz besonders wichtig finde ich ein respektvolles und vor allem tolerantes Miteinander. Deshalb versuche ich auch immer offen und interessiert viele unterschiedliche und spannende Menschen und Situationen kennenzulernen, sodass ich selbst in diesem Bereich dazu lerne. 

 

Hast du bestimmte kulturelle Vorlieben? 

Kultur im Allgemeinen ist etwas so spannendes, dass ich mich gar nicht auf einen Bereich festlegen kann. Was mir jedoch sehr viel Spaß und Freude bereitet, ist das Erlernen von neuen Gerichten aus aller Welt. Gemeinsam Kochen und Essen gehört für mich, meine Familie und meine Freunde einfach dazu. Dabei kann man sich ganz entspannt über neue Bücher, gesehene Filme, Ausstellungen oder das aktuelle Tagesgeschehen unterhalten. 

 

Welchen Aufgabenbereiche willst Du im IMKL-Projekt übernehmen? 

Ich finde das IMKL-Projekt deshalb so interessant, weil es ein Angebot für die ganze Familie ist und es zugleich ganz viele Familien aus unterschiedlichen Kulturen zusammenbringt. Für mich selbst beinhaltet Familie: Unterstützung, gegenseitiges Verständnis, Kommunikation, Geborgenheit, aber auch manchmal Konflikte und gemeinsame Konfliktlösung. Dieses vielschichtige Beziehungsgeflecht, das alle anders erleben in mehreren gemeinsamen Veranstaltungen nach außen zu tragen, finde ich eine großartige Idee. Daher bin ich offen für alle Aufgabenbereiche, die auf mich zukommen. 

 

Was bedeutet für Dich Inklusion? 

Inklusion mag zurzeit im öffentlichen Diskurs jeglicher Integrationspolitiken ein Modewort sein – für mich bedeutet Inklusion aber nicht nur darüber sprechen sondern schließt auch ein aktives Handeln mit ein! Deshalb habe ich mich auch beim  IMKL-Projekt als Ehrenamtliche beworben. 

 

Wie bist Du zum Verein Interaktiv gekommen und hast du ehrenamtliche Vorerfahrungen? (Warum engagierst du dich ehrenamtlich in diesem Projekt - Gibt es ein bestimmtes Motto)? 

Bevor ich nach Berlin gekommen bin, habe ich mich in Augsburg ehrenamtlich engagiert. Neben meinem Studium (Bachelor) habe ich dort zusammen mit einem Freund eine Sportgruppe für Jugendliche initiiert und geleitet. In der multikulturellen Institution haben wir auch gemeinsam gekocht, Hausaufgaben erledigt und miteinander gespielt. Das hat mir nicht nur Spaß gemacht, sondern das hat mir auch gezeigt wie schön und bereichernd es ist, ehrenamtlich Zeit mit anderen Menschen zu verbringen. Gerade deshalb war es mir ein besonderes Anliegen mich auch in Berlin wieder für andere Menschen einzusetzen. 

Wie stellst Du dir eine ideale Welt vor?

Meine idealtypische Welt wäre ein Ort an dem Mensch und Natur wieder respektvoll und nachhaltig zueinanderfinden. Ein Ort, an dem Gerechtigkeit und Toleranz herrscht und vor allem ein Ort, an dem sich jeder nach seinen eigenen Idealen entfalten kann! 

 

Vielen Dank für das Interview und für Deine ehrenamtliche Unterstützung. 

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